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Hunde ABC

A = Allgemein
Er ist dein Freund, dein Partner, dein Beschützer, dein Hund. Du bist sein Leben, seine Liebe, sein Führer. Treu und aufrichtig wird er dein sein, bis zum letzten Schlag seines Herzens. Seine Lebenserwartung hängt von seiner Größe ab. Dabei werden kleinere Hunde älter, als größere.

B = Bewegung
Der Auslauf des Hundes kann sehr unterschiedlich bei jedem aussehen. Abhängig ist dies von Alter und Rasse. Im Allgemeinen empfiehlt es sich mit seinem Hund am Tag 3-4 Mal seine Runde zu drehen, mindestens eine halbe bis dreiviertel Stunde. Perfekt ist, wenn er sich mit anderen Hunden treffen kann.

C = Charakter
Jeder Hund hat, wie jeder Mensch auch, seinen eigenen Charakter. Anhänglich und schüchtern, bis wild und ungestüm gibt es sie. Mit Erziehung kann man ein entspanntes Miteinander schaffen.

D = Dominanz
Rangordnung und Dominanz wird vom Hundehalter bestimmt und keinesfalls vom Hund. Ziel sollte sein, ein ausgewogenes Gleichgewicht zu erlangen zwischen Grenzsetzung und Steuerung des Hundes einerseits und Nachsicht sowie Ermutigung andererseits. Der Hund sollte gut an seine Familie und Lebensumstände angepasst sein und trotzdem eine fröhliche, freundliche Persönlichkeit entwickeln können. Eine klare Rangfolge ist friedenssichernd und überlebenswichtig.

E = Erziehung und Haltung
Eine artgerechte Haltung beinhaltet regelmäßige, lange Spaziergänge, richtiges Futter, eine Schlafmöglichkeit, Spielen mit dem Rudel und Hundekumpels. Streicheleinheiten sind natürlich obligatorisch. Erziehung ist sehr wichtig, um ein entspanntes Miteinander zu gewährleisten und Verhaltensauffälligkeiten zu verhindern. Anregungen holen sie sich in einer guten Hundeschule.

F = Fressen
In jedem Fall sollte das Futter immer auf die Bedürfnisse des jeweiligen Hundes abgestimmt sein. Es gibt Trockenfutter und Nassfutter. Ein Tabu ist die Tischreste-Verwertung, zuviel Fett, Gewürze und einfach ungesund für Bello.

G = Gehorsamkeit
Du sollst Deinen Hund für gehorsam belohnen und ihn nie auf die Belohnung warten lassen.
Du sollst ihn, sobald er ein Kommando oder eine Handlung richtig ausgeführt hat, sofort belohnen, denn dies trägt wesentlich zur leichteren Erlernung bei, und er wird auch gern Deinen Befehl ausführen, wenn er dafür eine Belohnung erhält.

H = Haarkleid
Je nach Fellbeschaffenheit muss ein Hund mehr oder weniger oft gebürstet oder gestriegelt werden. Ein langhaariger Hund braucht verständlicherweise mehr Fellpflege als einer mit ganz kurzem Fell. Besonders in den Zeiten des natürlichen Fellwechsels, also im Frühjahr und im Herbst, sollten alle Hunde regelmäßig von losen Haaren befreit werden.
Gebadet wird der Hund nur ausnahmsweise mit speziellem Hundeshampoo, etwa wenn er sich in den übel riechenden Hinterlassenschaften anderer Vierbeiner gewälzt hat.

I = Impfung
Einmal jährlich sollten die wichtigen Impfungen beim Tierarzt stattfinden. Es wird im Allgemeinen gegen Staupe, Hepatitis (Leberentzündung), Leptospirose (sog. Stuttgarter Hundeseuche) und Parvovirose und evtl. Tollwut geimpft. Ebenso sollte der normale Gesundheitsscheck erfolgen

J = Jagdtrieb
Ist in jedem Hund unterschiedlich stark ausgeprägt. Fest steht das jeder Hund ein Jäger bleibt. Aufmerksame Halter können das Verhalten jedoch beeinflussen.

K = Kastration
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Hündin nur wenige Gründe gegen die Kastration sprechen. Als Alternative zur Kastration käme die Läufigkeitsverschiebungsspritze in Frage, welche aber ebenso von Nebenwirkungen begleitet sein kann und außerdem in regelmäßigen Abständen von rund sechs Monaten verabreicht werden muss. Hündinnen sollten nach Möglichkeit vor der ersten Läufigkeit kastriert werden, weil damit eine gute Brustkrebsprophylaxe durchgeführt werden kann.

Bei den Rüden besteht weniger häufig "der Wunsch nach sexueller Ruhigstellung" wie bei den Hündinnen. Wird die Kastration wegen erhöhter Aggressivität eines Rüden in Erwägung gezogen, so sollte man sich eher über die Erziehung Gedanken machen. Die Kastration ist kein Mittel um Verhaltensstörungen zu beheben.

L = Läufigkeit
Hündinnen werden mit etwa 6-9 Monaten geschlechtsreif. Kleinere Hunderassen werden im Allgemeinen früher geschlechtsreif als größere. Man erkennt dies, weil plötzlich fremde Rüden vermehrtes Interesse an der Hündin zeigen. Äußerlich kann man eine Schwellung der Schamlippen sehen und der blutige Ausfluss lässt auch nicht auf sich warten. In der Regel dauert eine Läufigkeit bei einer Hündin ca. 21 Tage.

M = Maulkorb
Der Maulkorb wird dem Hund beispielsweise beim Ausführen oder beim Tierarztbesuch angelegt. Bestimmten Hunderassen (Listenhunde) wird generell das Tragen eine Maulkorbs (alternativ Halti) auferlegt. Nach einer Prüfung kann der Hund davon befreit werden.

N = Nase
Die Nase ist der wichtigste Körperteil, was er besitzt. Damit liest er praktische jeden Tag seine „Zeitung“. Sie ist sehr empfindlich und sollte niemals in die Hinterlassenschaften gedrückt werden, die am Anfang vielleicht mal an dem falschen Flecken im Haus gelandet sind.

O = Ohren
Der Hund hat auch sehr gute Ohren. Von Geburt an ist dieses schon vollständig ausgeprägt und nimmt Töne in Frequenzbereichen wahr, die vom Menschen nicht annähernd gehört werden können. Verständlicherweise brauchen Sie deshalb ihren Hund nicht anschreien, wenn er ein Kommando nicht befolgt hat. Er hat sie sehr wohl gehört. Versuchen Sie es lieber mit den Erziehungsmethoden.

P = Parasiten
Auch Flöhe und Zecken genannt. Lästige Plagegeister für ihren Hund. Beim Tierarzt erhalten sie entsprechende Präparate. Verwenden sie keine Flohhalsbänder.

R = Revierverhalten
Im alltäglichen Rudelleben hat jedes Familienmitglied seinen Platz - nicht nur in der Rangordnung, sondern auch räumlich. Dem Hund sollte unmissverständlich gezeigt werden, dass Herrchen der Chef im Ring ist und er an der unterste Stufe steht. Draußen zeigt der Hund unmissverständlich durch Urinmarkieren, wo sein Revier ist.

S = Sozialverhalten
Hunde brauchen Artgenossen um glücklich zu werden, deshalb ist es empfehlenswert die umfangreichen Angebote, die es bei Hundeschulen gibt, oftmals in Form einer Spielstunde, zu besuchen. Das Toben und Spielen mit anderen Hunden stärkt sein soziales Verhalten und lastet ihn aus, es sorgt für eine Art Ausgleich in seinem Leben.

T = Tierarzt & Tierheilpraktiker
Der gute Tierarzt bzw. THP sollte neben Fachkompetenz auch menschliche Qualitäten haben. Praktisch ist, wenn dieser in der Nähe ist.

U = Urlaub
Auch für Hunde eine schöne Abwechslung. Natürlich möchte er dabei sein. Sie werden erstaunt sein, wie leicht er sich anpasst. Hauptsache sein Rudel ist dabei. Sollten Sie ihren Liebling einmal nicht mitnehmen können, versuchen Sie ihn in einer guten Tierpension oder bei Verwandten oder Bekannten unterzubringen, die ihn schon kennen.

V = Versicherung
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist jedem Hundehalter anzuraten, denn sie schützt nicht nur den Besitzer, sondern auch Personen, die den Hund pflegen. Hat der Hund wieder einmal etwas angestellt, schützt die Hundehaftpflichversicherung vor den finanziellen Schäden.
Bei manchen Hundeversicherungen erhält der Versicherte den Versicherungsschutz sogar, wenn er gegen den Leinenzwang oder die Maulkorbpflicht verstoßen hat.

W = Würmer
Noch so lästige Plagegeister, die nicht gern gesehen sind. Deshalb ist es wichtig eine Wurmkur mindestens zwei Mal im Jahr durchzuführen. Entsprechende Präparate gibt es beim Tierarzt.

Z = Zeitaufwand oder der Alltag mit Hund
Für einen Hund muss man Zeit haben. Die Spaziergänge nehmen viel Zeit in Anspruch, egal bei welchem Wetter. Immer nur fünf Minuten zum Häufchen machen nach draußen schicken, macht keinen Hund glücklich. Schlimmstenfalls kommt es zu Verhaltensauffälligkeiten. Das ist aber noch nicht alles. Dann muss man noch Zeit haben für die Fellpflege, für die regelmäßige Fütterung, dann will der Hund auch im Haus beschäftigt werden, es kommen Tierarztbesuche hinzu und ab und an muss Spielzeug etc. gekauft werden.